moloko - the time is now [i]
sieht man sich das musikvideo zur moloko-single bewusst ohne ton an, wird das schauen, beobachten - trotz nicht weniger schnitte zur richtigen zeit - bald unerträglich; die geduld verlässt einen. das ist die wichtige erkenntnis, die ich aus einem solchen verzicht gewinnen konnte: ohne antreibende musik durch schlagzeug, klavier und gitarre und den dynamisch-mehrstimmigen refrain würde dieses video seine kraft nicht entwickeln.
nun, was steht im vordergrund? vielleicht ist es róisín murphys wandlung von der zugekniffen- zurückgezogenen zu einer mutigen entgegenseherin, die durch das lied dem licht, sprich einer gewissen vision des augenblicks, einer ahnung des aufstiegs (meeresspiegel - bergspitzen - über den wolken) gewahr wird - hier fließen übrigens zum ersten und letzten mal refrain und murphys strophen zusammen. - ob dies zu beeindrucken weiß? nicht unbedingt, doch finde ich den aufbau des films gelungen und will mich nach und nach mit ihm auseinandersetzen.
das lichtmotiv, die stetige aufhellung der räume oder besser: von murphy und dem fenster und der extras (band, instrumente), zieht sich von anfang bis ende durch. dreimal begegnet die sängerin diesem licht, zuerst, ziemlich früh, nur neugierig bemerkend bzw. genießend, da von einer kalten zur warmen beleuchtung gewechselt wird. gegen mitte des songs wird dieses licht zu viel für murphy, sie kneift die augen zu, gleich darauf kauert sie überwältig (verwundet?) am boden. beim dritten mal kann sie diesem licht (für was dieses jetzt genau stehen soll, beantworte ich vielleicht ein anderes mal) mit aufgerissenen augen entgegentreten, die vision annehmen, sich dem augenblick hingeben. doch auch danach ist es noch zu viel, die sängerin muss sich auch hier erholen. gewonnen ist die erkenntnis, die eigentlich schon so häufig im lied zu hören war: let's make this moment ... last. und dunkelheit umgibt murphy am ende, nach den letzten tönen.
- - -
soviel für heute zu moloko.
jl
- - -
nachtrag: man kann sich natürlich fragen: wozu dies? ich sehe es als annährung ans sehen, auch eine übung darin, darüber zu schreiben.
nun, was steht im vordergrund? vielleicht ist es róisín murphys wandlung von der zugekniffen- zurückgezogenen zu einer mutigen entgegenseherin, die durch das lied dem licht, sprich einer gewissen vision des augenblicks, einer ahnung des aufstiegs (meeresspiegel - bergspitzen - über den wolken) gewahr wird - hier fließen übrigens zum ersten und letzten mal refrain und murphys strophen zusammen. - ob dies zu beeindrucken weiß? nicht unbedingt, doch finde ich den aufbau des films gelungen und will mich nach und nach mit ihm auseinandersetzen.
das lichtmotiv, die stetige aufhellung der räume oder besser: von murphy und dem fenster und der extras (band, instrumente), zieht sich von anfang bis ende durch. dreimal begegnet die sängerin diesem licht, zuerst, ziemlich früh, nur neugierig bemerkend bzw. genießend, da von einer kalten zur warmen beleuchtung gewechselt wird. gegen mitte des songs wird dieses licht zu viel für murphy, sie kneift die augen zu, gleich darauf kauert sie überwältig (verwundet?) am boden. beim dritten mal kann sie diesem licht (für was dieses jetzt genau stehen soll, beantworte ich vielleicht ein anderes mal) mit aufgerissenen augen entgegentreten, die vision annehmen, sich dem augenblick hingeben. doch auch danach ist es noch zu viel, die sängerin muss sich auch hier erholen. gewonnen ist die erkenntnis, die eigentlich schon so häufig im lied zu hören war: let's make this moment ... last. und dunkelheit umgibt murphy am ende, nach den letzten tönen.
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soviel für heute zu moloko.
jl
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nachtrag: man kann sich natürlich fragen: wozu dies? ich sehe es als annährung ans sehen, auch eine übung darin, darüber zu schreiben.
jottel - 8. Mrz, 13:26
