gedichte
frühling
für die bäume wird die tusche knapp
im flug
zwei bögen und mitschwingendes
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[c] richard duraj
erzähle doch vom graurand unruhiger wolken
an frühen kühlen morgen den selbstgedrehten
vorm firmentor und was du anhattest als
die erste strophe vorüber war mit deinem tod
ein anfang den versen an denen wir uns fest-
und aushalten konnten nach einer nachtschicht
so hell wie nie wieder lag noch ein glimmender
filter auf dem asphalt
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[c] richard duraj
angehaucht vom film noir die angeschlagenen schatten eine ahnung
der nebelleere, dort hinterm schädelrest dehnt sich graustufig ein gedanke aus
backstein gut behütet & küssen zur kulisse mit einem schuss sehn
sucht im glas verstecke für nikotinpflaster ummantelte momente wie eine
flucht vor häusern & natürlich: nichts weiter / wir müssten . . . einsinken und
zurück / in die farben
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[c] richard duraj
zuerst die szenerie aus zigaretten im schnaps
glas neben den stehenden den in schatten geschnittenen
winkeln in einer hüftberührung als vertriebene
zeit auf einer veranda sangen sie soylent grün ist
menschenfleisch kurz vorm gewitter formlos
in altem licht das älter wurde sangen sie kaum mehr
& mehr ein geflüstertes echo herbei wie ein zittern
ungenauer als der kuss oder jene linie über den sparren
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[c] richard duraj